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Allgemeiner Studierendenausschuss der Universität Greifswald Domstraße 12, 17487 Hansestadt Greifswald, Tel: +49(0)3484 86 17 50 Bewegung in der Diskussion um Lehramtsausbildung Greifswald -19.08.2010- Bei der Sitzung des akademischen Senats der Ernst-Moritz-Arndt-Universität am vergangenen Mittwoch stellte sich das höchste Gremium der Universität deutlich hinter die Lehramtsausbildung in Greifswald. Durch einen Antrag der Dekane der philosophischen und theologischen Fakultät beschloss man des Weiteren, dass eine Wegzug der Bildungswissenschaften abgelehnt wird, da sie einen Verlust der erziehungswissenschaftlichen Kompetenz nach sich ziehen würde. Als Gast wurde Matthias Brodkorb, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, eingeladen um sich über die aktuelle Situation der Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu äußern. Daniela Gleich, Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Ernst-Moritz-Arndt-Universität, war selbst anwesend bei der gestrigen Sitzung und zeigt erfreut über die deutliche Entscheidung des Senats: „ Nun gilt es die Beschlüsse des akademischen Senats umzusetzen. Auch wenn der Rektor im Urlaub verweilt, liegt es an ihm sich für eine nachhaltige Lehrerausbildung an unserer Universität einzusetzen. Herr Brodkorb hat ja nun gestern eindeutig erläutert, dass man den Bedarf an Lehrer nicht ohne Greifswald abdecken kann. Um eine vernünftige Diskussion zu führen und zukunftsfähige Entscheidungen treffen zu können, muss die Landesregierung nun endlich mal realitätsnahe Lehrerbedarfsstudien vorstellen“, so Daniela Gleich. „Es gilt nun endlich die im Jahre 2005 unter der Rot-Roten Landesregierung geschlossen Zielvereinbarungen zu kippen. Sie bedrohen die Zukunft unseres Bildungslandes und sollten nicht mal mehr als Orientierung genutzt werden. Wie Bordkorb uns gestern nochmalig bestätige wurden die Vereinbarungen getroffen ohne, dass eine Bedarfsstudie vorlag. So etwas fahrlässig darf dieses Mal nicht wieder vorkommen und ich hoffe, dass unsere Landesregierung, aber auch unser Rektor dieses Mal mit mehr Weitsicht handeln“, so Franz Küntzel, Referent für Hochschulpolitik. Der AStA zeigt sich erfreut darüber, dass selbst der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät langsam seine blockierende Haltung zurückfährt und gestern auch dem Antrag zugestimmt hat. Trotzdem zeigte man sich im politischen Bereich des AStA erstaunt, dass der Herr Dekan immer noch nicht die Notwendigkeit einer Greifswalder Lehramtsausbildung verstanden zu haben scheint. Dass die Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät damals aus der Philosophischen Fakultät gegründet wurde, verdrängt wohl Prof. Fesser immer wieder. So liegt es nun an ihm zu prüfen, ob an seiner Fakultät neue Lehramtsfächer wie Mathematik, Physik, Biologie und Chemie eingeführt werden können. |